<

Willkommen: Comedy-Produzent Tommy Wosch stellt sich vor

Mit Bravour managt Produzent, Regisseur, Autor und Radiomoderator Tommy Wosch seit Jahren den Spagat zwischen Radio und Fernsehen. Wir haben den Leiter der neu geschaffenen Comedy-Unit der UFA Fiction zu einem kurzen Interview gebeten.

Obwohl seine Karriere ursprünglich beim Radio begann - Tommy Wosch war unter anderem bei Radio Fritz und Energy zu hören, seit 2013 moderiert er bei radioeins die Nachmittagssendung „Die schöne Woche“ - hat sich Wosch inzwischen auch im Fernsehen als Comedy-Produzent einen Namen gemacht. Mit seiner Produktionsfirma Biller & Vass produzierte er unter anderem die Sketch-Comedyshow „Two Funny“ und die Sketch-Comedy-Serie „Zack! Comedy nach Maß“ für Sat.1 sowie die Comedysendungen „Böse Mädchen“ und „In jeder Beziehung“ für RTL, die für den Deutschen Comedypreis nominiert waren. Seit kurzem leitet Wosch nun auch die neu geschaffene Comedy-Unit der UFA Fiction, die Formate in den Bereichen Hidden Camera, Comedy und Sitcom bündelt. Im Interview verrät er, wie er vom Radio zum Fernsehen kam und worauf er sich im Hinblick als Leiter der neuen Comedy Unit besonders freut.

Tommy Wosch

Du bist schon seit vielen Jahren im Comedy-Bereich als Autor, Regisseur und Produzent tätig. Man kennt dich aber auch als Radiomoderator – momentan bei radioeins. Und hier, beim Radio, startete auch Deine Karriere. Was hat Dich später zum Fernsehen verschlagen?

Tommy Wosch: Ein Produzent hat mich im Radio gehört, für eine Pro 7 Show gecastet, genommen und dann habe ich für Pro 7 und vor allem für Sat.1 unterschiedliche Sendungen moderiert. Ein paar waren sogar ganz lustig, aber es hat sich schnell ein deutliches Muster ab gezeichnet: Die Formate bei denen ich mich nicht so wohl gefühlt habe, waren quotentechnisch erfolgreich, während die Formate, bei denen ich mich wohl gefühlt habe, niemanden interessiert haben. Erst als Produzent/Regisseur ist es mir dann ab und an gelungen, Quote und eigenen Geschmack gleichermaßen zu bedienen. Als Darsteller war ich zu speziell (höflich für untalentiert).

Wie unterscheidet sich für Dich die Radio- und Fernsehwelt voneinander? Welche Unterschiede / Herausforderungen siehst Du hier für Dich persönlich?

TW: Wenn man beim Radio eine gute Idee hat, dann macht man das Mikro an und es kommt dann in der Regel auch eine gute Moderation heraus. Wenn man beim Fernsehen eine gute Idee hat, bedeutet das erstmal noch gar nichts. Ich selbst versuche, dass der Weg von der guten Idee hin zur Umsetzung so gering  und direkt wie möglich ist. Da ich den Gesamtablauf nicht verkürzen kann,  bedeutet das unter anderem, dass man gute Ideen in jeder Phase des Projektes zulässt und fördert.

Du leitest die neue Comedy Unit, für die neben einer Sitcom auch ein „Versteckte-Kamera“-Format geplant ist. Worauf freust Du dich im Hinblick auf die neuen Formate besonders?

TW: Ich habe wirklich unglaublich viel Lust eine richtig große, also wirklich große „Versteckte Kamera Show“ zu machen. Ich habe in den letzten Monaten ein paar Filme für „Verstehen Sie Spass“ gemacht. Das hat mich angefixt. Ich möchte neben dem „Versteckte Kamera Quickie“ den wir zum Beispiel bei den „Bösen Mädchen“ erfolgreich produziert haben, hin zu langen, szenischen „Versteckte Kamera“-Sequenzen, die allein durch ihre Erzählweise begeistern. Die Opferreaktion - im besten Fall übrigens Verblüffung und nicht Ärger - ist dann noch die Kirsche auf der Torte. 

Welche (aktuelle) Thematik würdest Du gern komödiantisch umsetzen und warum?

TW: Die große "Mäh-Muh-Show". Ein Politiker und ein Wähler. Wenn der Wähler „Muh“ sagt, muss der Politiker auch „Muh“ sagen. Wenn er es schafft, bekommt er einen Punkt. Soweit so gut,  aber jetzt  kommt der Clou der Show. Denn wenn der Wähler nämlich „Mäh“ sagt, muss der Politiker auch „Mäh“ sagen. Das Ganze beim ZDF auf dem „Wetten dass ...?“-Platz 120 Minuten, gerne auch in Überlänge. Muh, Mäh Mäh, Mäh, Muh…

UFA FICTION auf Facebook

Durch die Nutzung der Kommentierungsfunktion erkläre ich mich mit den Nutzungsbedingungen der Diskussionsplattform DISQUS einverstanden.
Weitere Informationen befinden sich unter Datenschutz.