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DEUTSCHLAND 83 & die Quote: Unsere Serie, eure Meinung

Wir hatten uns letzte Woche direkt an die Zuschauer gewendet und gefragt, wie ihr über den "Quotenflop Deutschland 83" denkt. Wir hofften auf interessante Antworten – bekommen haben wir weitaus mehr!

Wir fragten auf unserer Facebookseite, wie ihr über die Talfahrt denkt, die "Deutschland 83" in der zweiten Ausstrahlungswoche hinlegte. Nach dem guten Einstand der Serie, fielen die Quoten um eine Million Zuschauer. Was ist passiert? Es wurde viel gemutmaßt, sowohl bei uns als auch bei RTL. Theorien über mögliche Ursachen gibt es viele, doch uns interessierte vor allem eine ganz bestimmte Meinung. Schließlich entwickelten Anna und Jörg Winger ihre Serie nicht bloß für sich, sondern für das deutsche Publikum. Also wendeten wir uns an euch:

„Liebe Serienfans, [...] Eine Million Zuschauer verloren innerhalb einer Woche scheinbar das Interesse und natürlich sucht man die Gründe gerade als Produzent als erstes bei sich selbst. Was lief schief? Was hätte man anders/besser machen können? Liegt es an der Serie selbst? Oder an anderen Faktoren? Fragen über Fragen, die uns in diesen Tagen beschäftigen. Darum unsere Frage an euch: Wie seht ihr das?"

Die Reaktionen
Bislang erreichten uns über 250 Kommentare. Zahl weiter steigend. Hinzukommen dutzende Direktnachrichten per Mail und über andere Soziale Netzwerke. Die Menge der Reaktionen ist beachtlich. Das Erstaunlichste war für uns jedoch die Qualität, mit der ihr euch mit unserer Serie, ihrer Ausstrahlung, dem Marketing und anderen Aspekten auseinandergesetzt habt. Unter den Kommentatoren meldeten sich auch einige bekannte Namen zu Wort wie Multitalent Thomas Krappweis oder Christian Balz, der bis 2014 die fiktionalen Programme von ProSieben verantwortete. Die Reichweite und Diversität beeindruckte selbst unseren Produzenten Jörg Winger, der sich dazu weiter unten äußert.

Die Mehrheit der Kommentator_Innen ist der Meinung, dass weniger ein inhaltliches Problem, als ein komplexes Zusammenspiel von Gründen dafür verantwortlich sein könnte. Anbei einige Gründe, die am häufigsten genannt wurden: Imageproblem des Senders, unzureichende Ausrichtung auf ein nichtlineares Nutzungsverhalten des Zuschauers, die Quotenerhebung im Allgemeinen, fehlendes/falsches Onlinemarketing oder zu konservative PR.

Ein DWDL-Artikel schien dabei den Zuschauern und Usern besonders aus der Seele zu sprechen. In diesem wird der Umgang von RTL mit der eigenen Serie auf breiter Front kritisiert. Eine Meinung, die viele Unterstützer fand. Trotz aller Kritik sollte an dieser Stelle aber nicht vergessen werden, dass erst RTL "Deutschland 83" in der jetzigen Form ermöglichte. GIGA Film ließ es sich nicht nehmen, unsere Frage in einem Artikel aufzugreifen und zurück zu adressieren. Auch auf der Facebookseite des "Neuen Deutschen Genrefilms" setzte man sich mit dem Thema auseinander.

D83-Produzent Jörg Winger ist überwältigt
Es wurde auch Kritik an der Serie selbst laut, die wir nicht unerwähnt lassen wollen. So wurde angebracht, dass ein US-Publikum über historische Ungenauigkeiten und dramaturgische Freiheiten leichter hinwegsehen könne, als ein deutsches Publikum, das eigene Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Stoff besäße. Auch wurde der Buzz, der durch die Berlinale, die Auslandsverkäufe und insbesondere die US-Ausstrahlung auf Sundance TV erzeugt wurde, als Grund genannt,