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100 JAHRE BAUHAUS: Filmprojekt in Planung

Das Bauhaus zählt zu den bedeutendsten kulturellen Kunstepochen, die aus Deutschland heraus die ganze Welt beeinflusst haben. 2019 jährt sich der Gründungstag der Bauhaus-Bewegung zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass plant Produzent Nico Hofmann eine fiktionale Aufbereitung dieser epochalen Kunstbewegung, die trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens als Geburtsstätte der Klassischen Moderne gilt. Der Film erzählt vom schicksalhaften Schaffen einer Gruppe junger Künstler, die in der Zeitenwende von 1918/19 in Weimar, Dessau und Berlin beschlossen, eine neue Welt zu erfinden. Nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs, der Europa in den Abgrund gestürzt hatte, folgten die Bauhaus-Anhänger einem modernen Lebensentwurf – frei von nationalen, sozialen und gesellschaftlichen Barrieren. Für die filmische Umsetzung spielen Kunst, Revolution und Leidenschaft ebenso eine Rolle wie die politischen Entwicklungen in Deutschland sowie die Gleichberechtigungs- und Emanzipationsbestrebungen einer neuen Generation von Frauen, die lange im Schatten der weltberühmten Bauhauskünstler standen und nun ihre Schlüsselrolle als Gefährtinnen wie autonome Künstlerinnen behaupteten. Gedreht werden soll an wichtigen Standorten der Bauhaus-Architektur in Dessau, Weimar, Berlin und Stuttgart. 

Bauhaus Logo

Für das Drehbuch konnte Hannah Hollinger als Autorin gewonnen werden, die sich 2014 bereits für "Grenzgang" verantwortlich zeichnete (nach dem gleichnamigen Roman von Stephan Thome). Das Drama mit Claudia Michelsen und Lars Eidinger in den Hauptrollenwurde mit dem Grimme-Preise ausgezeichnet.

Als kulturhistorischer Berater unterstützt Prof. Dr. Christoph Stölzl, ehemaliger Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Museums Berlin und heute Präsident der Hochschule für Musik Franz List in Weimar, das Projekt. Stölzl ist als Historiker Experte für die Kulturgeschichte der 1920er Jahre und hat als Neffe der Bauhauskünstlerin Gunta Stölzl, die als Chefin der Textilabteilung als einzige zur „Bauhausmeisterin“ aufstieg, auch einen persönlichen Zugang zur Bauhaus-Bewegung.

Prof. Dr. Christoph Stölzl: „Das Bauhaus begab sich in einen leidenschaftlichen Kampf um Ideen und geriet dabei in den ideologischen Streit der 20er Jahre zwischen links und rechts. Es ist ein dramatischer Spiegel der gesamten ‚Weimar Culture‘.“

Titelbild: CC BY 2.5 (via)

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