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25 JAHRE FREIHEIT & EINHEIT: Kinospot ab heute in 1000 Kinos

25.06.2015

Zum Jubiläum der Wiedervereinigung startet unser emotionale Kinospot "25 Jahre Freiheit und Einheit" heute deutschlandweit in den Kinos. Wir haben die jungen Macher zum Projekt interviewt.

Wie kein anderer beschäftigt sich UFA Fiction-Produzent Nico Hofmann innerhalb seiner Produktionen mit der jüngsten deutschen Geschichte. Selbstredend also, dass er sich anlässlich "25 Jahre deutsche Wiedervereinigung" nun einem ganz besonderen Projekt - im Auftrag der Bundesregierung - angenommen hat. Gemeinsam mit dem ehemaligen Werbefilmstudent Nico Kreis, der sich als Regisseur verantwortlich zeichnet, produzierte Nico Hofmann den 60-Sekünder "25 Jahre Freiheit und Einheit". In schnell wechselnden Close-ups zeigt der emotionale Werbespot Menschen verschiedenster Generationen sowie Impressionen deutscher Landschaften und Metropolen und verdeutlicht so, wie facettenreich Deutschland und seine Bewohner sind. Ab heute läuft der Clip rund drei Wochen lang in über 1000 deutschen Kinos und ist außerdem auf den Online-Kanälen der Bundesregierung und der Microsite Freiheit-und-Einheit.de zu sehen.

Der 26-jährige Nico Kreis gewann bereits 2013 den deutschen Werbefilmpreis und schloss Anfang dieses Jahres sein Studium an der Filmakademie Ludwigsburg ab. Heute ist er gemeinsam mit Kollege Philip Töpfer, der sich für "25 Jahre Freiheit und Einheit" als Executive Producer verantwortlich zeichnet, Geschäftsführer von "Milchstrasse Filmproduktion". Im Interview schildern die beiden Newcomer sowie Producer Dominko Gudelj ihre Herangehensweise an den Kinospot.

Interview mit Nico Kreis und Philip Töpfer

1. Euer Abschluss an der Filmakademie Ludwigsburg liegt noch nicht weit zurück, nun läuft ab heute Euer Werbespot in über 1000 deutschen Kinos. Wie fühlt sich das für Euch an?
Es ist ein wunderbares Gefühl und wir sind glücklich darüber, dass unser Spot einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird. Die Präsentation eines Films im Kino - sei er 90 Minuten oder 60 Sekunden - ist unvergleichbar und für jeden Filmemacher etwas Besonderes. Noch dazu ist es natürlich auch ein toller Einstieg in das Leben nach dem Studium.

2. Ihr seid noch sehr jung und habt die Wiedervereinigung nicht selbst miterlebt, könnt dementsprechend nicht auf eigene Erinnerungen zurückgreifen. Wie gestaltete sich eure persönliche Herangehensweise an das Projekt?
Wir sind alle kurz vor der Wende geboren, konnten also nicht aus persönlichen Erinnerungen erzählen. Die ersten Fragen haben sich deshalb an unsere Eltern gerichtet. Für jeden von ihnen war es jahrzehntelang fast unvorstellbar, dass die Teilung Deutschlands und damit auch die Teilung Europas jemals ein Ende findet. Die Ereignisse, die ab 1989 in einer unheimlichen Dynamik passiert sind, haben sie alle überrascht und sind etwas wirklich Einmaliges in ihrem Leben. Unsere Generation reist selbstverständlich zum Wochenend-Trip nach Berlin, studiert oder arbeitet in West wie Ost. Das Land wächst immer mehr zusammen, es ist schön Teil davon zu sein. Wir wollten diesen Film von Anfang an beobachtend erzählen. Weder belehrend, noch zu sehr für etwas werbend, so wie wir das vereinte Deutschland 2015 erleben.

3. Die Wiedervereinigung als großes historisches Ereignis findet sich als mehr oder weniger zentrale Thematik in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen. Wie seid ihr mit der Herausforderung umgegangen, dieses komplexe Thema in gerade einmal 60 Sekunden abzuhandeln?
Uns war von Anfang an klar: Einem Thema von dieser Tragweite in 60 Sekunden gerecht zu werden ist nicht die leichteste Aufgabe. Wir haben uns daher gefragt, welche inhaltlichen Aspekte uns persönlich wichtig sind. Wie können wir sie auf ihren Kern reduzieren oder sogar nur mit einem Bild erzählen? Was ist die richtige Ästhetik für den Film und wie gestalten wir ein Format von 60 Sekunden? Die alles entscheidende Frage allerdings war: Wo wird die deutsche Einheit heute, 25 Jahre danach, erlebbar? Wir alle haben täglich, direkt oder indirekt mit ihr zu tun, ohne sich dessen bewusst zu sein. Eigentlich ist sie mitten unter uns. So wurde die Idee der „Stimme der Einheit“ geboren. Diese Stimme zieht sich nun wie ein Rätsel durch den Film und gibt diesem etwas ganz Besonderes.

"25 Jahre Einheit und Freiheit"

4. Gibt es eine Zielgruppe, die ihr mit dem Spot insbesondere ansprechen wollt?
Dieser Film ist für alle da! Die Machart mag jung sein, erreichen wollen wir damit aber ein möglichst breites Publikum.

5. Wie lief für Euch die Zusammenarbeit mit der UFA Fiction ab?
Nico Hofmann und Producer Marc Lepetit, die dieses Projekt von Seiten der UFA Fiction begleitet haben, besitzen das Talent, in kurzer Zeit die Stärke einer Idee zu erkennen und diese weiterzuentwickeln. Die jahrelange Erfahrung mit zeitgeschichtlichen Themen und ihre erstaunlichen Fähigkeit, sich auch in ein so kurzes Format einzudenken, hat wahnsinnig geholfen und einfach Spaß gemacht!

6. Nico und Philip, ihr seid Inhaber von „Milchstrasse Filmproduktion“, die sich auch für den Wiedervereinigungs-Clip verantwortlich zeichnet. Welche Produktionen finden sich noch in eurem Portfolio?
In den zwei Jahren seit der Firmengründung von "Milchstrasse Filmproduktion" haben wir immer versucht, unsere Qualitäten in verschiedenen Genres des Werbefilms aufzuzeigen. Dazu gehören aufwendige Produktionen mit Stunts, Visuell Effects und 100-köpfiger Crew, genauso wie die Arbeit mit einem simplen Kamerasystem und drei Teammitgliedern. Uns ist es wichtig, leidenschaftlich an jedes Projekt heranzutreten. Wir sind in einem Beruf tätigt, der eben auch Berufung ist – ohne Herzblut geht es nicht!

"25 Jahre Freiheit und Einheit"

Anlässlich des 25. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung präsentiert das Bundespresseamt Berlin in der zweiten Julihälfte sechs bekannte Spielfilme, die sich auf ihre Weise mit dem jahrzehntelang geteilten Deutschland und der Wiedervereinigung beschäftigen. Kinofreunde können das sommerliche Filmerlebnis bei freiem Eintritt vor dem Besucherzentrum des Bundespresseamtes am Reichstagufer genießen. Neben Christian Schwochows Zweiteiler "Der Turm" werden auch Filmklassiker wie Billy Wilders „Eins, Zwei, Drei“ oder "Das Leben der Anderen" von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck zu sehen sein. Genauere Infos und alle Screening-Termine zum Sommerkino-Event am Reichstagsufer werden wir hier zeitnah veröffentlichen!

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