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Weltpremiere von COCONUT HERO am Filmfest München - Interview mit Regisseur Florian Cossen

Zur nahenden Weltpremiere unserer Indie-Komödie "Coconut Hero" auf dem Filmfest München haben wir Regisseur Florian Cossen zum Interview gebeten.

Nach seinem Debütfilm "Das Lied in mir" - ein furioses Selbstfindungsdrama, in dem eine junge Deutsche ihre wahren Wurzeln in Argentien aufspürt - zog es Regisseur Florian Cossen erneut in die Ferne. In seiner kanadischen Indie-Komödie "Coconut Hero" skizziert Cossen die Lebenskrise eines Teenagers, für den Begriffe wie Lebensfreude, Glück und Liebe Fremdwörter sind – bis er plötzlich alles auf einmal erlebt. Im Rahmen des diesjährigen Filmfests München wird Cossens Spielfilm als exklusive Weltpremiere in der Sektion "Neues Deutsches Kino" zu sehen sein. Die Reihe zählt zu den publikumsstärksten des Filmfests und ist eine der attraktivsten Startrampen für deutsche Filme. Kassenschlager wie "Oh Boy" und "Love Steaks" wurden hier entdeckt und traten von hier aus ihren Erfolgsweg an. Anlässlich der Weltpremiere seines Spielfilms haben wir Regisseur Florian Cossen zum Interview gebeten: Cossen spricht über den nahenden Filmfest-Start, seinen Hauptdarsteller Alex Ozerov und welche Szene des Films das gesamte Team vor besondere Herausforderungen stellte.

Alle Screening-Termine und Spielstätten von "Coconut Hero" auf einen Blick:

  • Sonntag, 28.06.2015 | 12:00 Uhr | Atelier 1
  • Montag, 29.06.2015 | 17:00 Uhr | ARRI Kino
  • Mittwoch, 01.07.2015 | 19:30 Uhr | HFF AudimaxX
  • Freitag, 03.07.2015 | 19:30 Uhr | ARRI Kino
"Coconut Hero auf dem Filmfest München"
"Coconut Hero auf dem Filmfest München"
"Coconut Hero auf dem Filmfest München"
"Coconut Hero auf dem Filmfest München"
 

Interview mit Regisseur Florian Cossen

1. „Coconut Hero“ steht kurz vor seiner Weltpremiere auf dem Filmfest München. Ist es für Sie von besonderer Bedeutung, dass der Film zuerst in Deutschland ausgestrahlt wird? Was erhoffen Sie sich?

Ich bin vor fast 10 Jahren nach München gezogen: Endlich meine erste Weltpremiere dahoam!!! Und: Ich bin ein wenig abergläubisch. Wenn man verrät, was man sich wünscht, tritt es nicht ein. Das ist wie mit den Sternschnuppen. Was ich mir für unsere Weltpremiere im Geheimen erhoffe, verrate ich, nachdem es eingetroffen is.

2. Zahlreiche Themen finden sich in „Coconut Hero“ wieder. Wie würden Sie den Film – in einer Art Logline – zusammenfassen?

Ein Junge schießt sich in den Kopf, überlebt und ist darüber todtraurig. Im Krankenhaus wird in seinem Kopf ein pflaumengroßer Tumor entdeckt und der Junge kann sein Glück kaum fassen. Den sicheren Tod vor Augen taucht plötzlich sein verschollener Vater wieder auf, er verknallt sich in die außergewöhnlichste Frau im Dorf und muss voller Schrecken feststellen, dass das Leben Spaß machen kann. Auf einmal ist  er sich mit dem Sterben nicht mehr so sicher.

3. Für „Coconut Hero“ arbeiteten Sie mit Elena von Saucken zusammen, die bereits das Drehbuch zu „Das Lied in mir“ schrieb. Wie kam es zu dieser erneuten Zusammenarbeit?

Never change a winning team.

"Coconut Hero auf dem Filmfest München"

4. Wieviel steckt von Ihnen und Ihren eigenen Erfahrungen (oder den von Drehbuchautorin Elena von Saucken) in „Coconut Hero“?

Viel: Elena denkt immer wieder über den Tod nach und ich über das Leben und manchmal auch anders herum.

5. Der kanadische Nachwuchsschauspieler Alex Ozerov spielt in Ihrer Indie-Komödie die Hauptrolle des „Mike“. Wie haben Sie ihn gefunden und was macht ihn perfekt für die Rolle?

Alex Ozerov haben wir in unserer derzeitigen Lieblingsstadt Toronto entdeckt. Genau wie Mike denkt er nicht geradeaus, sondern zickzack und in Serpentinen. Und er kann zaubern. Das hat mir alles sehr gefallen. 

6. Welche Szene empfanden Sie für sich bzw. für die Schauspieler als besonders herausfordernd?

Von der größten Herausforderung unseres Films ist zum Glück nichts mehr zu spüren: Am vorletzten Drehtag Mitte September fielen über Nacht unerwartet 15 cm Neuschnee - die Geschichte unseres Film spielt jedoch im Spätsommer! Das gesamte nordkanadische Dorf in dem wir drehten half spontan mit Besen und Wasserschläuchen den Schnee "aus unserem Bild" zu kehren bzw. zu spritzen.

"Coconut Hero auf dem Filmfest München"

Zum Inhalt: Der 16-jährige Mike (Alex Ozerov) lebt mit seiner Mutter Cynthia (Krista Bridges) in einer kleinen und verschlafenen Holzfällerstadt, tief in den Wäldern Kanadas. Mike ist einsam und perspektivlos. Er hat keine Freunde, sein Vater ist weg und ihn treiben weder Ambitionen noch Interessen an. Irgendwann entschließt er sich, seiner als trostlos empfundenen Existenz ein Ende zu bereiten. Der Teenager gibt eine Traueranzeige in der Zeitung auf und versucht, sich zu erschießen, woraufhin er im städtischen Krankenhaus wieder zu sich kommt. Dort hat man eine frohe Botschaft für ihn, denn die Ärzte finden bei ihren Untersuchungen einen tödlichen Tumor. Erleichtert lehnt Mike eine Operation ab und erwartet voller Freude seinen sicheren Tod. Doch als er die etwas ausgeflippte, bezaubernde Miranda (Bea Santos) kennenlernt, fängt sein Leben auf einmal an, Spaß zu machen.

"Coconut Hero" ist eine Ko-Produktion von UFA Fiction mit Six Islands (Toronto) in Zusammenarbeit mit SWR (Redaktion: Brigitte Dithard), Arte (Barbara Häbe) und HR (Jörg Himstedt). Gefördert mit den Mitteln der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, FFA, DFFF, sowie Ontario Media Development Corporation und Northern Ontario Heritage Fund. Regie führte Florian Cossen, das mit dem Tankred-Dorst-Preis ausgezeichnete Drehbuch schrieb Elena von Saucken. Produzenten sind Jochen Laube und Fabian Maubach.

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