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Die Cannabis GmbH

Tragikkomödie | 2016 | Kino

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Autor und Journalist Rainer Schmidt schildert die absurde und faszinierende Geschichte eines Gras-Produzenten, der in einer riesigen Hallen-Plantage in Norddeutschland im großen Stil Cannabis anbaut und damit zum illegalen Groß- Unternehmer wird.

"An Alkohol sterben in Deutschland jährlich 70 000 Menschen, an Cannabis niemand. Die tödliche Droge ist legal, die sanfte illegal. Das ist doch irre", sagt "der Dude" - Hauptfigur in "Die Cannabis GmbH". Die Romanverfilmung von Autor und Journalist Rainer Schmidt schildert die absurde und faszinierende Geschichte eines Gras-Produzenten, der in einer riesigen Hallen-Plantage in Norddeutschland im großen Stil Cannabis anbaut und damit zum illegalen Groß- Unternehmer wird - frei nach wahren Begebenheiten, wie Schmidt in einem Interview mit taz.de erklärt: "Ein wahrer Fall hat mich inspiriert. Auf einer Party habe ich einen Typen kennengelernt, der mir nach vielen Drinks erzählte, dass er ein paar Jahre vor der Stadt eine große Plantage betrieben hätte und gerade auf seine Berufungsverhandlung warte. Das war ein großartiger Einblick in eine Parallelgesellschaft. Wir haben uns danach regelmäßig getroffen - bis dieser bisher nicht vorbestrafte Familienvater in den Knast musste."

Die feine Verwandtschaft seiner Frau darf vom "Großunternehmen" des Dude natürlich nichts wissen. Ihr spielt er vor, für einen Baumarkt zu arbeiten und dort riesige Rabatte zu bekommen. Die Folge: Die Verwandtschaft bestellt fleißig Plastikteiche, Carports und Luxusrasenmäher. "Die Cannabis GmbH" ist ein Roman über eine große deutsche Parallelwelt und die Schizophrenie der Prohibition. Mit seinem Buch leistet Rainer Schmidt - fern jeder Kiffer-Romantik - einen unterhaltsamen und zugleich aufklärerischen Beitrag zu einer Legalisierungsdebatte, die auf einer für viele nur schwer nachzuvollziehenden Rechtssituation beruht.

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