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NETFLIX & UFA FICTION: Auf diese deutschen Produktionen dürft ihr euch freuen

19.09.2014: Kaum ein anderes Thema bewegte in dieser Woche das Medieninteresse wie der von vielen lange herbeigesehnte Deutschlandstart des US-amerikanischen Video-On-Demand-Anbieters Netflix, der am Dienstag erfolgte. Die Erwartungen waren groß. Für manchen Kritiker zu groß, wie beispielsweise das erste Fazit von FAZ oder Focus belegten. Andere sehen in dem kleinen aber gut sortierten Anfangssortiment, hochkarätigen, exklusiven Eigenproduktionen wie "Penny Dreadful" oder "Orange is the new Black", der einfachen Benutzeroberfläche und dem personalisierten Empfehlungssystem Pluspunkte, die auch längerfristig überzeugen könnten.

Trotz des noch verhältnismäßig überschaubaren Netflix-Angebots, sind seit Dienstag auch drei preisgekrönte UFA FICTION Produktionen vertreten. Mit "Unsere Mütter, unsere Väter" sogar einer der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Miniserien der letzten Jahre. Außerdem das Selbstfindungsdrama "Das Lied in mir" mit Jessica Schwarz sowie "Homevideo", der erste Film, der sich mit dem Thema Cybermobbing auseinander setzte, ausgezeichnet u.a. mit dem deutschen Filmpreis und dem Grimme Preis.

Wie man auch zu der deutschen Netflixeinführung stehen sollte, dürfte der neue Mitbewerber trotz der Fülle der bestehenden Angeboten endlich etwas Bewegung in den hiesigen Markt bringen. Ein Markt, der sich zur Zeit nur durch Quantität der Sendermediatheken und stagnierenden VOD-Portalen wie Watchever, Amazon oder Maxdome auszeichnet, sich aber zu sehr in den eigenen Lizenzrangeleien und Innovationslosigkeit verliert.

Netflix und UFA Fiction
Netflix und UFA Fiction
Netflix und UFA Fiction
Netflix und UFA Fiction

"Unsere Mütter, unsere Väter"
Sie waren fünf Freunde, eingeschworen, jung und euphorisch, voller Ideen und Pläne, das ganze Leben lag vor ihnen und nichts würde sie aufhalten können. Es sollte nur ein kurzer Abschied werden, bevor drei von ihnen 1941 in den Krieg ziehen mussten. Niemand dachte dabei ans Sterben und niemand ahnte, dass Krieg nicht bestimmt, wer Sieger ist, sondern nur, wer übrig bleibt. In den Hauptrollen fungieren Volker Bruch als Wilhelm Winter, Tom Schilling als Friedhelm Winter, Katharina Schüttler als Greta Müller, Ludwig Trepte als Viktor Goldstein und Miriam Stein als Charlotte.

Das "deutsche Band of Brothers" (The Guardian) entfachte bei seiner Erstausstrahlung 2013 eine hitzige Debatte im In- und Ausland, stieß aber gleichzeitig auf eine überwältigende positive Resonanz. "UMUV", wie die Produktion in Fankreisen genannt wird, wurde seit dem mit der Goldenen Kamera als „Bester Fernsehfilm“ und zahlreichen weiteren Preisen - national wie international - ausgezeichnet. Seit der Premiere wurde die Miniserie in über 90 Länder verkauft und lief zuletzt auch in den US-amerikanischen Kinos. 

"Das Lied in mir"
Während eines Zwischenstopps auf dem Weg nach Chile hört Maria auf dem Flughafen von Buenos Aires ein Lied, das ihr seltsam bekannt vorkommt. Eine Mutter singt es ihrem Baby vor. Die deutsche Schwimmerin kann es mitsingen, obwohl sie kein Spanisch kann. Ein unheimlicher Schmerz steigt in ihr auf. Sie verpasst ihren Flieger, verliert ihre Papiere und hängt in Buenos Aires fest. Maria ist verstört, eine Puppe, diese Stadt, die Menschen, das Licht, alles scheint ihr eine Geschichte zu erzählen. Nach einem Telefonat mit ihrem Vater steht der einen Tag später in der Lobby ihres Hotels. Ausflüchte wegen seines Kommens. Dann folgt die schockierende Wahrheit...

"Das Lied in mir ist einer von diesen Filmen, die aus dem Nichts kommen und einen atemlos zurücklassen. Der stärkste Film im diesjährigen Wettbewerb von Montreal.“ - Hollywood Reporter 

"Homevideo"
Der 15 jährige Jakob Moormann ist der mitten in der Pubertät stehende Sohn von Irina und Claas Moormann und älterer Bruder der kleinen Amelie. Die Eltern haben große Beziehungsprobleme, die Mutter entscheidet sich für die Trennung von ihrem Mann. Jakobs schulische Leistungen leiden unter dieser Situation, gleichzeitig beginnt für ihn aber eine Liebesbeziehung mit seiner 13 jährigen Mitschülerin Hannah. In den Wirren der Trennungsphase verleiht Jakobs Mutter unbedacht dessen Videokamera an seine Mitschüler Henry und Erik. Auf derSpeicherkarte der Kamera finden die beiden private Aufnahmen von Jakobs Familie, eine Liebeserklärung von ihm an Hannah und eine Szene, in der er masturbiert.

„Regisseur Kilian Riedhof versteht es hervorragend, das Einzelschicksal eines pubertierenden Jugendlichen in Deutschland glaubhaft zu erzählen, realistisch und ohne die oft bei Jugendthemen im deutschen Fernsehen peinlich aufgesetzt wirkenden Dialoge.“ - TAZ

 

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