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Weltpremiere von REMAKE, REMIX, RIP-OFF auf dem Int. Filmfestival Locarno

12.08.2014: Die UFA Fiction-Produktion "Remake, Remix, Rip-Off" feiert morgen auf dem Festival del Film Locarno in der Sektion "Histoire(s) du cinéma" seine Weltpremiere. In dem aufwendig recherchierten Dokumentarfilm zeichnet Regisseur und Drehbuchautor Cem Kaya die Goldene Ära des populären türkischen Kinos (dem sogenannten "Yeşilçam") nach. Eine Zeit, als türkische Versionen von Der Zauberer von Oz“, „Der Exorzist“, „Superman“, "Star Wars" oder „Star Trek“ in der Türkei große Erfolge feierten. Die technischen Unzulänglichkeiten der Filme wurden durch exzessiven körperlichen Einsatz vor und hinter der Kamera wettgemacht: Wo Luke Skywalker ein Mal zuschlägt, schlägt Action Star Cüneyt Arkın hundert Mal zu.

Kayas Dokumentarfilm ist eine Hommage an das türkische Kino der 60er und 70er Jahre, das mit dem Aufkommen des Fernsehens in den 70er Jahren und den strikten politischen Richtlinien in den 80er Jahren einen stetigen Rückgang verzeichnen musste. Viele Kinos, die ausschließlich türkische Filme zeigten, sahen sich gezwungen, ihre Türen zu schließen. Amerikanische Blockbuster waren auf dem Vormarsch. Die dramatische Entwicklung erreichte 2013 ihren Klimax, als das berühmte „Emek“- Kino in Istanbul für den geplanten Bau eines Einkaufszentrums weichen sollte. Angesiedelt im Istanbuler Beyoglu-Viertel in der Yeşilçam-Straße – in der die großen türkischen Filmstudios der 50er- bis 70er-Jahre ihren Sitz hatten – finden sich hier bis heute die meisten Traditionskinos von Istanbul. Das „Emek“ ist die älteste und renommierteste Filmstätte unter ihnen.

"Remake, Remix Rip-Off"
"Remake, Remix, Rip-Off"
"Remake, Remix, Rip-Off"
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"Remake, Remix, Rip-Off"
"Remake, Remix, Rip-Off"

Zum Inhalt: In ihrer Hochphase – den 60er und 70er Jahren – zählte die türkische Filmindustrie zu den produktionsstärksten, obwohl sie finanziell und strukturell instabil war. In Ermangelung an Stoffen und Filmautoren und angesichts der großen Nachfrage, drehten die wenigen Drehbuchautoren und Regisseure des Landes die Filme ihrer amerikanischen und europäischen Konkurrenz einfach nach. Dabei wurde kaum ein Blockbuster ausgelassen.

Die Arbeiten an Kayas Kompilationsfilm erstreckten sich über sieben Jahre, in denen tausende Filme gesichtet und etwa hundert Interviews geführt wurden. Der Regisseur beleuchtet in seiner Doku in erster Linie die Kopierpraxis der türkischen Filmemacher von den Anfängen des türkischen Kinos bis hin zu den heutigen Fernsehserien. Während des Internationalen Filmfestival Locarno vom 9. August bis 14. August sind sowohl Regisseur und Drehbuchautor Cem Kaya als auch UFA Fiction-Produzent Jochen Laube vor Ort. „Remake, Remix, Rip-Off“ ist am Mittwoch, den 13.08.2014 um 16:00 Uhr im PalaVideo sowie in seiner Wiederholung am Freitag, den 15.08.2014 um 9:00 Uhr im Rialto 1 zu sehen.

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