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TV-TIPPS: Großes UFA Fiction-Kino im Fernsehen

22.07.2014: Sommerloch? Nicht bei uns. In dieser Woche kommen mit "Wir wollten aufs Meer", "Zwei allein" und "Dschungelkind" gleich drei bemerkenswerte UFA Fiction-Produktionen auf die heimische Flimmerkiste und feiern ihre TV-Premiere.

Den Anfang macht das düstere DDR-Drama "Wir wollten aufs Meer", das am 13. September 2012 in die deutschen Kinos kam und morgen Abend um 20:15 Uhr auf ARTE seine TV-Premiere feiert. Es war der erste abendfüllende Spielfilm des Regisseurs Toke Constantin Hebbeln, der für seinen Kurzfilm Nimmermeer 2007 mit dem Studentenoscar ausgezeichnet wurde. "Wir wollten ans Meer" handelt von zwei Freunden (August Diehl und Alexander Fehling), die das System der DDR-Diktatur zu Feinden macht. Andreas und Cornelis träumen davon, Matrosen zu werden, dafür sollen sie den Vorarbeiter Matthias (Ronald Zehrfeld) im Auftrag des Stasi-Oberst Seler (Rolf Hoppe) bespitzeln. Andreas macht mit, Cornelis bleibt anständig. Er will über Tschechien fliehen und wird verhaftet, landet im Gefängnis Cottbus beim ebenfalls verratenen Matthias. Den Trailer zum Film findet ihr am Ende der News.

"Wir wollten aufs Meer"

Am Freitag folgt ebenfalls um 20:15 Uhr auf ARTE das Drama "Zwei allein" mit Elmar Wepper und Gundi Ellert in den Hauptrollen. Das Drehbuch lieferte der vielfach ausgezeichnete Krimiautor Friedrich Ani. Der Film handelt von einer Frau, die am helllichten Tag auf offener Straße erschossen wird. Ihre Schwester muss das Geschehen hautnah miterleben. Ein klassischer Raubmord, oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Regie führte Stephan Wagner, produziert wurde "Zwei allein" von Joachim Kosack und Cornelia Wecker. Auch zu diesem Film findet ihr den Trailer am Ende der News.

Friedrich Ani sagte über die Wahl des Genres: „Der Kriminalroman zwingt zum Hinschauen in die Gegenwart, das Drama des in seinem Lebenszimmer gefangenen Menschen gelingt mir mit dem Krimi am besten, ohne dass es mir auf Mord und Totschlag und spektakuläre Plots ankäme. In meinen Krimis bestimmen die Langsamkeit und das Schweigen den Handlungsablauf, wobei ein gewisses Maß an genreüblicher Spannung unerlässlich bleiben muss. Darüber hinaus lassen sich im Genre Krimi immer wieder neue Türen öffnen.“ Und eben eine solche neue Tür macht er in „Zwei allein“ auf.

"Zwei allein"

Last but not least erfolgt diesen Samstag um 20:15 Uhr auf ARD die Ausstrahlung von "Dschungelkind". Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Kinoversion, sondern die zweiteilige, drei Stunden umfassende Schnittfassung. Teil 2 folgt direkt im Anschluss um 21:40 Uhr.

Der Film ist die Leinwandadaption des gleichnamigen autobiografischen Bestsellers von Sabine Kuegler. Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach.

Sabine Kuegler reagierte damals positiv auf die Verfilmung ihres Bestsellers: „Ich war sehr gerührt, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe.“ Besonders beeindruckt sei sie von der Leistung der jungen Schauspielerin Stella Kunkat gewesen: „Sie spielt ihre Rolle sehr authentisch – ich habe mich ganz stark wiedererkannt.

"Dschungelkind"

Übrigens: Ebenfalls großes Kino, jedoch im Serienformat, gibt es ab dieser Woche wieder mit der neuen Staffel von "Danni Lowinski", jeweils montags um 21:15 Uhr in Sat.1!

Quellen: UFA Fiction, Droemer Knaur Verlag, Wikipedia

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